Verehrt. Begehrt. Rar.

Die Nachfrage nach Indischem Sandelholz wird weltweit auf ungefähr 28.000 Tonnen pro Jahr geschätzt, was einem Marktvolumen von ca. USD 3 Mrd. entspricht. Davon entfallen ca. 67% auf Kernholz und der Rest auf Indisches Sandelholz-Öl.

Etwa 95% des Indischen Sandelholzes stammt heute aus Indien, wobei 90% davon wild in unkontrollierten Urwäldern wächst. Lediglich ein sehr kleiner Teil des indischen Angebots stammt aus staatlichen oder privaten kultivierten Plantagenbeständen. Diese Plantagen sind meist sehr klein und kommerziell wenig relevant.

Aufgrund der großen Armut in den betroffenen Regionen und den unzureichenden, staatlichen Kontrollmöglichkeiten in den meist sehr entlegen gelegenen Wäldern kommt es heute - trotz medienwirksamer Aktionen der Behörden im Kampf gegen Schmuggler - immer noch zu illegalem Raubbau dieses kostbaren Rohstoffs.

Die natürlichen Baumbestände in Indien haben sich dadurch in den vergangenen Jahren so dramatisch reduziert, dass der Baum deshalb von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als gefährdete Art unter Schutz gestellt wurde.

In Indien gelten seit 1996 strenge Exportauflagen, die Ausfuhr von unbearbeitetem Indischen Sandelholz ist völlig untersagt.

Trotz dieses dramatischen Einbruchs der offiziellen Indischen Sandelholz-Ausfuhren aus Indien gelangt heute immer noch illegal gewonnenes Indisches Sandelholz aus Indien - oft über die arabischen Golfstaaten – indirekt auf den Weltmarkt.